Mittwoch, 19. November 2014

Bei uns ist der Winter angekommen :)

Die letzte Woche mit Vorlesungen ist angebrochen. Die darauffolgende Woche haben wir frei, um uns auf die Abschlussprüfungen vorzubereiten. Und dann habe ich zwei Prüfungen. Und dann... :) sitze ich am 8. Dezember im Flugzeug zurück nach Deutschland. Darauf freue ich mich schon sehr :)



Bei dem weißen Schnee habe ich an Psalm 51 gedacht und ihn heute morgen gelesen. David schreibt ihn nachdem der Prophet Nathan zu ihm gekommen war und ihn von seiner Sünde überführt hat.
David hatte sich die Ehefrau (Bathseba) des Urija genommen und mit ihr ein Kind gezeugt. Um das ganze zu vertuschen hat er dann auf eine gemeine Art und Weise Urija umbringen lassen und Bathseba zur Frau genommen. Die ganze Geschichte steht in 2. Samuel 11. In 2. Samuel 11:27b - 12:1a steht dann: "Aber die Sache, die David verübt hatte, war böse in den Augen des Herrn. Und der Herr sandte Nathan zu David." Diese Geschichte wird uns in 2. Samuel 12 in eindrucksvoller Weise erzählt:

2. Samuel 12:1b-9 "Als dieser zu ihm kam, sprach er (Nathan) zu ihm (David):
"Es waren zwei Männer in einer Stadt, der eine reich, der andere arm. Der Reiche hatte sehr viele Schafe und Rinder; der Arme aber hatte nichts als ein einziges Lämmlein, das er gekauft hatte; und er nährte es, so dass es bei ihm und mit seinen Kindern aufwuchs. Es aß von seinem Brot und trank aus seinem Becher und schlief in seinem Schoß, und er hielt es wie eine Tochter. Als aber ein Reisender zu dem reichen Mann kam, da reute es ihn, von seinen eigenen Schafen und von seinen eigenen Rindern eines zu nehmen, um dem Wanderer, der zu ihm gekommen war, etwas zuzubereiten; da nahm er das Lamm des armen Mannes und bereitete es dem Mann zu, der zu ihm gekommen war."

Da entbrannte der Zorn Davids sehr gegen den Mann, und er sprach zu Nathan: "So wahr der Herr lebt; der Mann, der dies getan hat, ist ein Kind des Todes! Dazu soll er das Lamm vierfältig bezahlen, weil er dies getan und kein Erbarmen geübt hat!"

Da sprach Nathan zu David: "Du bist der Mann! So spricht der Herr, der Gott Israels: Ich habe dich zum König über Israel gesalbt und ich habe dich aus der Hand Sauls errettet (diese Begebenheit wird in 1. Samuel 18-31 berichtet); ja ich habe dir das Haus deines Herrn gegeben, dazu die Frauen deines Herrn in deinen Schoß, und habe dir das Haus Israel und Juda gegeben; und wäre das zu wenig, so hätte ich noch dies und das hinzugefügt. Warum hast du denn das Wort des Herrn verachtet, indem du tatest, was vor seinen Augen böse ist? Urija, den Hetiter, hast du mit dem Schwert erschlagen, und seine Frau hast du dir zur Frau genommen; ihn aber hast du durch das Schwert der Ammoniter umgebracht!"

Davids Sünde war abscheulich und seine Sünde hatte Konsequenzen, die der Prophet Nathan ihm auch ankündigt (nachzulesen in den weiteren Kapiteln in 2. Samuel). Doch David bekennt seine Sünde und Gott vergibt ihm. Und dann schreibt David den Psalm 51. Und in V. 8-9 kommt dann der Schnee :) "Reinige mich von meiner Sünde - so wie der Priester dies mit dem Ysopbüschel tut -, dann bin ich wirklich wieder rein. Wasche meine Schuld von mir ab, dann werde ich weißer wie Schnee."

Die Israeliten haben Ysopbüschel das erste Mal beim Auszug aus Ägypten benutzt um das Blut des Passahlammes auf die Türpfosten ihrer Häuser zu streichen (2. Mose 12). Das stellvertretende Blut des Passahlammes hat die Erstgeborenen der Israeliten vor dem Tod gerettet. Und genauso vertraut David darauf, dass Gott ihn durch ein stellvertretendes Opfer von seiner Sünde reinigt.

Im Neuen Testament schreibt Johannes in seinem Evangelium in Kapitel 1 Vers 29: "Am folgenden Tag sieht Johannes Jesus auf sich zukommen und spricht: Siehe, das Lamm Gottes, das die Sünde der Welt hinwegnimmt!" und in Vers 36: "Und indem er auf Jesus blickte, der vorüberging, sprach er: Siehe, das Lamm Gottes!" Jesus ist das einmalige Opferlamm, dass die Sünde der Welt endgültig getragen hat.

Und den Beginn dieser guten Nachricht feiern wir jetzt bald: Jesus der Sohn Gottes wird als Mensch geboren. Ich hoffe wir denken Weihnachten daran - für einige wieder neu oder für manche das erste Mal - was Weihnachten für Gott bedeutet hat, was Weihnachten über die Liebe Gottes sagt und was Weihnachten für uns Menschen bedeutet.
Weihnachten hat für Gott den Vater bedeutet, seinen geliebten Sohn auf die Erde zu senden. Und dabei wusste er, dass sein Sohn wegen der Sünde der Welt von ihm getrennt werden und am Ende schreien wird: "Mein Gott, Mein Gott warum hast du mich verlassen."
Warum sollte Gott seinen geliebten Sohn senden und ihn sterben lassen? Gott hat uns so sehr geliebt, dass er bereit war seinen Sohn auf diese Erde zu senden.
Und Weihnachten bedeutet für uns, dass der Retter geboren ist. Nein, Jesus ist nicht bloß das süße Baby aus der Weihnachtsgeschichte. Er ist Gott der Retter, der in eine kaputte Welt kommt um für die Sünden zu sterben, damit du und ich wieder eine echte Beziehung mit Gott haben können. Er ist der Retter der echte Vergebung geben kann und uns durch sein Blut rein macht wie Schnee, genauso wie Gott es mit David gemacht hat.

Und ein letztes: Legt doch ein paar Ostereier unter den Tannenbaum, denn Weihnachten macht ohne Ostern keinen Sinn :) Weihnachten kam Jesus in die Welt, er lebte ein sündloses Leben auf der Erde, starb Karfreitag für die Sünden der Welt und stand Ostern von den Toten auf. Ja, das zusammen ist das Evangelium, die gute Nachricht :) Jesus der Retter der Welt hat die Sünde besiegt und wünscht sich nichts sehnlicher, als dass seine geliebten Menschen ihre Sünde bekennen und auf ihn als ihren Erlöser vertrauen.

Ich wünsche euch eine schöne Advents- und Weihnachtszeit, in der wir neu darüber nachdenken was Weihnachten, Karfreitag und Ostern gemeinsam haben und wie wir auf Gottes gute Nachricht antworten.