Donnerstag, 12. November 2015

Wann ist ein Mensch ein Mensch? - (Teil 3)

Darf ein Baby abgetrieben werden, wenn der einzige Grund darin besteht, dass es das Down-Syndrom hat? Oder dunkelhäutig ist? Oder ein Mädchen ist? Oder ein Junge ist?

In Bundesstaat Ohio wird über ein Gesetz diskutiert, dass es verbieten würde abzutreiben, wenn Down-Syndrom diagnostiziert wurde. Abtreibungsbefürworter kommen hier nun in einen Konflikt. Sie können diesem Gesetz nicht zu stimmen, da sie ansonsten dem Baby menschliche Eigenschaften zuschreiben würden. Wenn sie es aber ablehnen, d.h. es wäre erlaubt ein Baby alleine aufgrund seiner Behinderung abzutreiben, was ist es anderes als Diskriminierung? Natürlich findet keine Diskriminierung statt, wenn es kein Mensch ist. Aber es ist bemerkenswert, dass wir diesen sogenannten „Zellklumpen“ solche Eigenschaften überhaupt zuschreiben können. Eigenschaften, die benutzt werden, um Menschen zu beschreiben und Menschen zu töten, sei es außerhalb oder innerhalb des Mutterleibes.

Abtreibungsbefürworter können diesem Gesetz nicht zustimmen und sie machen einmal mehr deutlich, dass für sie das Baby im Mutterleib kein Mensch ist. Warum aber ist es dann keine leichte Entscheidung für eine Frau? Warum quält es viele Frauen und Männer abgetrieben zu haben?

Jeder Mensch, der ein Baby im Mutterleib sieht, weiß, dass es ein Mensch ist!

Gott hat jeden Menschen in seinem Ebenbild geschaffen. Er verbietet jedem Menschen einem anderen Menschen das Leben zu nehmen. Ob Abtreibung nach menschlichen Gesetzen erlaubt ist oder nicht, ist nicht der Maßstab mit dem Gott misst. Nach dem Tod müssen sich alle Menschen für das verantworten was sie getan haben. Nicht nur für jede Abtreibung sondern auch für jede Lüge, jedes schlechte Wort über andere Menschen, jeden Gedanken des Hasses, jede Unmoral, für jede Sünde. Und jeder Mensch ist ein Sünder, auch derjenige der sich damit brüstet, gegen Abtreibung zu sein. Jakobus schreibt: „Denn wenn jemand das ganze Gesetz hält und sündigt gegen ein einziges Gebot, der ist am ganzen Gesetz schuldig.” (Jakobus 2,10)

Jeder Mensch ist ein Sünder

Gott ist nicht ein Opa im Himmel sondern der heilige Gott und es ist schrecklich, als Sünder in die Hände eines gerechten Gottes zu fallen. 
Doch was ist, wenn Gott der Richter mich, den Angeklagten, freisprechen würde? Aber Gott kann mich nicht einfach freisprechen, denn dann wäre Gott nicht mehr heilig und gerecht. Sünde muss bestraft werden. Und genau das hat Gott getan, als er seinen Sohn Jesus vor 2000 Jahren auf diese Erde gesandt hat und als er an einem römischen Kreuz gestorben ist. Jesus hat die Schuld von Sündern getragen und ist drei Tage später auferstanden. Und nun ruft er jeden Menschen dazu auf von seinem sündigen Weg umzukehren, IHM die Sünden zu bekennen und an Jesus Christus zu glauben. Und wenn ich meine Sünden bekenne und an Jesus Christus glaube, dann vergibt Gott mir auf Grund dessen was Jesus getan hat. Dann gibt es keine Sünde mehr in mir, die mich von Gott trennt. Alles vergeben, alles bezahlt. Das ist die Hoffnung für alle Menschen. Gott der höchste Richter ist in Jesus Christus gestorben, sodass jeder der an ihn glaubt nicht verloren geht sondern ewiges Leben hat. (Johannes 3,16)

Was ist deine Antwort?

Freitag, 11. September 2015

Wann ist ein Mensch ein Mensch? - (Teil 2)

Meinen letzten Blog habe ich mit folgender Frage abgeschlossen: „Wer bestimmt, wann ein Mensch ein Mensch ist?“ Meine Antwort war und ist: Gott, der seine Gedanken in seinem Wort der Bibel offenbart hat.

Wie aber sehen Versuche aus diese Frage zu beantworten, ohne Gott ins Spiel zu bringen? Die Argumente mit denen wir versuchen einen späteren Zeitpunkt als die Empfängnis zu rechtfertigen (die biblische Sicht) sind schwach und erschreckend.

In Deutschland ist eine Abtreibung eines gesunden Kindes bis zur 12. Schwangerschaftswoche straffrei. Straffrei bedeutet nicht rechtens, eine Abtreibung wird nur nicht bestraft.[1]
                                               
Es wird also in der deutschen Rechtsprechung praktisch ein Unterschied zwischen dem Baby in der 12. und 13. Schwangerschaftswoche gemacht. Was aber ist genau der Unterschied zwischen dem Baby in der letzten Sekunde der 12. Woche und der ersten Sekunde der 13. Woche? Es gibt keinen physischen Unterschied! Jede Definition – für wann ist ein Mensch ein Mensch? - die mit einer Schwangerschaftswoche arbeitet, ist nichts anderes als ein menschengeschaffenes Gesetz. Ein Gesetz das sagt, dass ein Mensch ab der 13. Schwangerschaftswoche ein Mensch ist. Was aber ist, wenn ein Gesetz sagt, dass jeder Mensch über 80 Jahren kein Mensch mehr ist?

Man könnte aber vor einer Abtreibung physische Eigenschaften des Babys überprüfen und an Hand der physischen Eigenschaften eine Abtreibung straffrei machen. Doch die folgenden drei Definitionsversuche zeigen, dass es erschreckende Konsequenzen haben würde.

1. „Der Embryo ist ein Mensch, wenn er selbstständig leben kann!“
Auch ein geborenes Baby wird sterben, wenn es keine Hilfe bekommt. Ist jeder Mensch, der ohne fremde Hilfe nicht lebensfähig ist kein Mensch mehr (z.B. Menschen im Pflegeheimen)?

2. „Der Embryo ist ein Mensch, wenn er selbständig atmet!“
Es gibt viele Menschen die nicht selbstständig atmen. Ist jeder Mensch, der gerade im Krankenhaus an Beatmungsmaschinen angeschlossen ist kein Mensch mehr?

3. „Der Embryo ist ein Mensch, wenn das Herz schlägt.“
Was ist mit den Menschen, dessen Herzen nicht schlagen? Ist jeder der gerade am Herzen operiert wird kein Mensch mehr, nur weil sein Herz nicht mehr schlägt?

Machen wir also die Abtreibung an physischen Eigenschaften fest, so verlieren die meisten  Menschen im Altenheim, Patienten im OP und eben auch noch nicht geborene Menschen ihre Menschenwürde. Ist es Mord, wenn man einen dieser drei Menschengruppen umbringt?

Jeder der an Jesus Christus als den auferstandenen Sohn Gottes glaubt, braucht sich in unserer Gesellschaft nicht zu verstecken. Die Bibel gibt Antworten, die keine andere Religion oder Weltanschauung geben kann.




[1] http://www.bmfsfj.de/RedaktionBMFSFJ/Broschuerenstelle/Pdf-Anlagen/Schwangerschaftsberatung-_C2_A7-218,property=pdf,bereich=bmfsfj,sprache=de,rwb=true.pdf   
Straffrei ist eine Abtreibung, wenn die Abtreibung im Einklang mit der Beratungsregelung vorgenommen wurde. Laut statistischem Bundesamt wurden im 3. Quartal 2014 96% der gemeldeten Schwangerschaftsabbrüche nach der Beratungsregelung vorgenommen.

Mittwoch, 2. September 2015

Wann ist ein Mensch ein Mensch? - (Teil 1)

Meine erste Demonstration:


„Defund Planned Parenthood!“ Am 22. August war ich einer von Tausend, die vor 300 Planned Parenthood Gebäuden in ganz Amerika protestiert haben. Hintergrund sind verdeckte Aufnahmen einer Anti-Abtreibungsorganisation mit hochrangingen Planned Parenthood Mitarbeitern über den „Verkauf“ von Organen von Embryos. (http://www.centerformedicalprogress.org/cmp/investigative-footage/). Beim Mittagessen erklärt eine Mitarbeiterin beispielsweise wie sie eine Abtreibung in der Art und Weise durchführt, dass die Organe des Embryos möglichst intakt bleiben.
Natürlich ist eine Abtreibung völlig rechtens, wenn das Baby keine schützenswerter Mensch ist, sondern nur etwas Zellmaterial. Doch wer sagt was ein schützenswertes Leben ist? Wann ist ein Mensch ein Mensch? Warum ist ein Mensch überhaupt schützenswert? Ist er schützenswert, weil das Gesetz es sagt? Was ist wenn ein anderes Gesetz etwas anderes sagt? Wer sagt, dass der Artikel 1 unseres Grundgesetzes richtig ist? Wer sagt überhaupt was richtig und falsch ist?

Gott, der den Menschen in seinem Bilde geschaffen hat, sagt was richtig und falsch ist. Die Würde des Menschen gründet sich ganz fundamental im biblischen Schöpfungsbericht    1. Mose 1:27 „Und Gott schuf den Menschen in seinem Bild, im Bild Gottes schuf er ihn; als Mann und Frau schuf er sie.“

Ich hatte in meinem letzten Blog argumentiert, dass wenn die Evolutionstheorie wahr sein sollte alles relativ ist, da es keine letztendliche Autorität gibt. Doch die Tatsache, dass jeder Mensch nach etwas strebt und einen Sinn für richtig und falsch hat (wenn auch oftmals krumm und verdreht) ist ein Beweis für die Realität Gottes.

Ein Kommentar darauf war folgender:
„Verhaltensregeln sind von Menschen geschaffene Konstrukte: Es ist nicht die Frage was „wahr“ ist, sondern was „ethisch wünschenswert“ ist. Und genau das müssen Menschen in der Gesellschaft erforschen und diskutieren.“

Doch der Kommentar offenbart genau das was ich gesagt habe. Was ist „ethisch wünschenswert“? Wer legt fest was „ethisch wünschenswert“ ist? Darf jeder Mensch in einer relativistischen Weise definieren was „ethisch wünschenswert“ ist? Was ist, wenn das ethische Ideal des einen Menschen nicht das ethische Ideal des anderen Menschen ist?  Woher kommt aber genau dieser Drang in uns Menschen nach einem gewissen Ideal zu streben, nach einem ethisch wünschenswert, nach einer gewissen Wahrheit? Setzt ein ethisch wünschenswert nicht ein Ideal (eine Wahrheit) voraus die wir anstreben? 

Sollte es aber so sein, dass es so etwas wie einen letzten Sinn oder ein objektives Richtig und Falsch nicht gibt (und auch kein „ethisch wünschenswert“ oder „ethisch nicht wünschenswert“) dann können wir keine absoluten Aussagen mehr treffen. Jeder der Gott als Schöpfer ablehnt, darf folgendes nicht mehr sagen: “Was Hitler getan hat war falsch!” Er kann sagen “Für mich persönlich war das, was Hitler getan hat falsch.” Wie können wir aber so intolerant sein und einen Nazi zurechtweisen der sagt: “Was Hitler getan hat war richtig!” Auf welcher Grundlage?

Was hat all das mit Abtreibung zu tun? Eine Menge.

Ist ein Embryo kein Mensch, wird nur ein bisschen Gewebe entfernt. Ist er ein Mensch, ist es Mord. So hängt also die Frage „Ist Abtreibung Mord oder nicht?“ davon ab, wen wir in den Begriff „Mensch“ einschließen. Wer aber sagt, wann ein Mensch ein Mensch ist. Das Gesetz? Professoren? Politiker? Die Mehrheit? Jeder Mensch individuell? Biologen? Theologen?

Ich sage es ist Gott, der seine Gedanken in der Bibel offenbart hat.




Mittwoch, 25. Februar 2015

Weitere Gedanken über die Glaubwürdigkeit der Bibel - Antworten auf Kommentare

Dieser Post ist eine Antwort auf einige Einwände zu meinen letzten Post vom 19.02.2015. Um die Disskussion und die Kommentare zu verstehen, ist es hilfreich meinen ersten Post vorher zu lesen. Die Kommentare sind in rot.

1. Kommentar:
"Wenn es laut Evolutionstheorie eigentlich keinen Sinn im oben dargestellten Sinne geben kann?" Die Evolutionstheorie soll auch gar keine Antwort auf den Sinn des Lebens geben sondern auf die Entstehung und Veränderung von Arten. Warum soll die Akzeptanz der zufälligen Erstehung der eigenen Person einen persönlichen Sinn des Lebens ausschließen? Die Wissenschaft entwickelt sich weiter und wo über Jahrtausende hinweg noch Blitze mit dem Donnergott erklärt wurden können wir heutzutage wissenschaftliche Antworten darauf geben, wie Blitze entstehen. Sollte die Menschheit lange genug existieren wird es bestimmt auch irgendwann eine Antwort drauf geben, wo die Marterie herkommt. Ich bin mir aber eben so sicher, dass es auch dann noch Leute geben wird, die sie anzweifeln und ihre(n) Koran, Bibel, Tora, Book of Mormon oder Regenbaum für die einzige Wahrheit halten. Mir ist keine Religion bekannt, die keinen Anspruch auf Absolutheit hat, allein deswegen muss man Religion (Dogmatismus) und Wissenschaft (ergebnisoffene Forschung) trennen.No offense”

“Die Wissenschaft entwickelt sich weiter und wo über Jahrtausende hinweg noch Blitze mit dem Donnergott erklärt wurden können wir heutzutage wissenschaftliche Antworten darauf geben, wie Blitze entstehen. “
Wenn Gott der Schöpfer dieser Welt ist, dann kommen auch die naturwissenschaftlichen Grundgesetze von Gott. Und diese physikalischen Gesetze können wir erforschen. In dem Sinne sind auch Blitze und andere naturwissenschaftliche Phänomäne von Gott geschaffen, denn Gott hat die physikalischen Gesetze geschaffen. Welchen Gedanken die Bibel aber nicht unterstützt ist, dass es irgendwo einen Donnergott gibt, der manchmal etwas grummelig ist und mit Blitzen um sich wirft.
Die Bibel ist auch überhaupt nicht gegen Wissenschaft oder das Denken allgemein. Es ist fantastisch was Menschen geleistet haben! Aber Menschen erforschen eben nur Geschaffenes und die von Gott eingesetzen physikalischen Gesetze. Anders ausgedrückt die Wisschenschaft arbeitet nur in dem von Gott geschaffenen Bereich, sie kann aber nicht den Ursprung erklären.

“Sollte die Menschheit lange genug existieren wird es bestimmt auch irgendwann eine Antwort drauf geben, wo die Marterie herkommt.”
Diese Annahme setzt eine Quelle oder Energie voraus, die nicht geschaffen ist. Wenn aber etwas nicht geschaffen ist, dann muss dieses “etwas” schon immer existent sein. Jemand kann einwänden, dieses “etwas” könnte ja auch irgendwann einfach so entstanden sein. Naja aber das setzt wieder eine neue Quelle voraus. Dieses Spiel könnte man dann, im warsten Sinne des Wortes, “bis in alle Ewigkeit spielen.” Die Bibel beschreibt Gott als jemanden, der von Ewigkeit her existiert hat und selber nicht geschaffen ist.

“Die Evolutionstheorie soll auch gar keine Antwort auf den Sinn des Lebens geben sondern auf die Entstehung und Veränderung von Arten. Warum soll die Akzeptanz der zufälligen Erstehung der eigenen Person einen persönlichen Sinn des Lebens ausschließen?”
Ich gebe dir Recht, dass theoretisch die zufällige Entstehung des Lebens einen persönlichen Sinn nicht zwingend ausschließt. Diese Theorie ist aber schon etwas weit hergeholt, denn wenn die Welt wirklich durch Zufall entstanden ist, dann kann die Quelle keinen Sinn oder Intelligenz haben. Wenn also die Quelle selber keine Intelligenz ist, keinen Sinn hat, sondern nur ein “Was-Auch-Immer” ist, wie kann dann der Mensch, das Produkt dieser Quelle nach Sinn fragen? Oder auch ein Gewissen haben? Ein Gefühl für richtig und falsch haben? Wenn aber jemand meint, dass diese Quelle vielleicht doch irgendwie intiligent ist, wie kann er dann noch sagen, dass die Welt durch Zufall entstanden ist? Da wir Menschen laut Evolutionstheorie nur das Produkt einer günstigen Verkettung von Umständen sind, kann es so etwas wie absolute Wahrheit nicht geben. Wenn aber tatsächlich alles relativ ist, so muss man dies zumindest ansatzweise in der Realität sehen können. Mit dem nächsten Beispiel möchte ich zeigen, dass aber jeder Mensch mit letztendlichen Wahrheiten lebt und danach handelt.
Es ist ganz offensichtlich, dass es in unserer Gesellschaft Meinungen gibt, die nicht relativ sind! Zum Beispiel wird folgende Meinung in Deutschland als unverrückbare Wahrheit angesehen: “Bestimmte Menschen haben Millionen von Menschen nur aufgrund von ihrer Herkunft umgebracht. Das war falsch und abscheulich. So etwas kann nicht toleriert werden. Das Menschenleben muss geschützt werden!” Ich stehe voll hinter dieser Aussage, und ich hoffe das keiner der diesen Eintrag liest diese Meinung in irgendeiner Weise relativiert!!!
Ich weiß aber nicht wie jemand schlüssig argumentieren kann, dass es eine letztendlich bindende Wahrheit gibt, wenn es keine Wahrheit gibt. Die Tatsache aber das jeder Mensch genau das macht, ist der Beweis dafür das es soetwas wie ein letztendliches “wahr und falsch”, “gerecht und ungerecht”, eben einen letztendlichen Sinn tatsächlich gibt. Einen letztendlichen objektiven Sinn schließt die Evolutionstheorie aber aus.

“Ich bin mir aber eben so sicher, dass es auch dann noch Leute geben wird, die sie [die Evolutionstheorie] anzweifeln und ihre(n) Koran, Bibel, Tora, Book of Mormon oder Regenbaum für die einzige Wahrheit halten. Mir ist keine Religion bekannt, die keinen Anspruch auf Absolutheit hat, allein deswegen muss man Religion (Dogmatismus) und Wissenschaft (ergebnisoffene Forschung) trennen.”
Die Wissenschaft kann in der Hinsicht ergebnisoffen forschen, wo sie durch Beobachtungen und Versuchen eine Antwort findet. Allerdings passt das für die Evolutionstheorie nicht, denn dort wird mit einer Annahme gearbeitet, die Gott als einen Schöpfer von vornherein ausschließt. Wenn man aber Gott von vornherein ausschließt, wird man zwangsläufig immer nur Antworten bekommen, die Gott ausschließen. Das ist nicht mehr ergebnisoffen.

"No offense"
Ich finde es erstaunlich, dass die Bibel und der christliche Glaube sich nicht verstecken muss. Wenn es die Wahrheit ist, dann muss sie sich in der Realität beweisen. Und das tut sie. Von daher sind auch kritische Fragen immer willkommen.


2. Kommentar
“I don't think any sphere of our existence can be absolutely divided. Many religious works, including the Bible, are in some sense political documents. In history we see many cases where science was used to prove political points (as an African we are very aware of "scientific" arguments that were used to justify immoral colonialism).
As someone of strong Christian background, I try to follow the most important biblical figure's example - that of Jesus' reconciliation. And I also believe that there is a lot we know in science. And one of those things are that things do evolve, and it is very unlikely that the earth was created in 6 days. But at the same time there is a lot we do not know. Is the universe expanding or is it diminishing? These are open debates among scientists today and it will go on for quite some time.

I don't have to create a divide between the political, the scientific and the religious. For me, the beauty of God, of life, lies in that mysterious silence. It's not an easy place to be since there is very little certainty, but it is worth it.”

"Many religious works, including the Bible, are in some sense political documents."
Die Bibel ist nicht deshalb ein politisches Dokument, weil Menschen die Bibel gebraucht haben, um damit politische Meinungen zu rechtfertigen. Christen werden in der Bibel nicht aufgefordert, einen auf christlichen Werten gegründeten Staat zu erschaffen, der dann das jetztigen Staatssystem abschafft. Im Gegenteil sie sollen sich der Regierung unterordnen, solange das Gesetz nicht etwas fordert oder verbietet was im klaren Widerspruch zur Bibel steht (Bibelstellen dazu sind folgende: Apostelgeschichte 4:19b; Römer 13:1-2; 1. Timotheus 2:1-4;  1. Petrus 2,13-17). Die Bibelstellen werden umso mehr bedeutsam, wenn man bedankt das sie teilweise an verfolgte Christen geschrieben wurden!

"As someone of strong Christian background, I try to follow the most important biblical figure's example - that of Jesus' reconciliation."
Jesus war wirklich eine herausragende moralische Instanz. Doch seine Mission war nicht die moralische Revolution. Paulus schreibt: “Glaubwürdig ist das Word und aller Annahme wert, dass Christus Jesus in die Welt gekommen ist, um Sünder zu retten, von denen ich der größte bin.” (1. Tim. 1:15). Jesus hat auch nicht jede Meinung als relativ angesehen. Zum Beispiel als Menschen bewusst das Haus seines himmlischen Vaters (den Tempel) verunreinigt haben, hat er diese Menschen hinausgetrieben (Mat. 21,12-13).
Ich stimme dir aber voll und ganz zu wenn du folgendes damit meinst: Jesus Christus hat durch Tod und Auferstehung die Möglichkeit geschaffen, dass alle Menschen wieder in eine Gemeinschaft mit ihrem Schöpfer treten können. Und dadurch, dass sie wieder in Gemeinschaft mit ihrem Schöpfer sind, können sie sich nun auch gegenseitig vergeben.

"And I also believe that there is a lot we know in science. And one of those things are that things do evolve, and it is very unlikely that the earth was created in 6 days. But at the same time there is a lot we do not know. Is the universe expanding or is it diminishing? These are open debates among scientists today and it will go on for quite some time."
Es gibt viele Fragen, auf die ich keine Antwort habe. Was ist mit den Dinos? Wie kann es sein, dass Wissenschaftler das Alter der Erde auf Milliarden von Jahren bestimmen? Es gibt aber durchaus Wissenschaftler, die mit der Annahme arbeiten, dass die Welt von Gott in 6 Tagen erschaffen wurde. Sie kommen zu anderen Antworten als die Wissenschaftler, die von vornherein Gott ausschließen.
Aber wir brauchen nicht 100% Sicherheit, um gewiss sein zu können! Es gibt vieles in dieser Welt über die ich keine 100% Sicherheit habe aber trotzdem gewiss bin. Wir brauchen ausreichende Sicherheit, um gewiss sein zu können. An einem banalen Beispiel mag dies deutlich werden:
Jemand fragt eine Person, die noch nie in New York war: “Glaubst du an die Existenz von New York?”
“Ja, klar!!”
“Warst du schon einmal da?”
“Nein?!”
“Wie kannst du dann daran glauben?”
“Mein Bruder schonmal da!”
“Dein Bruder könnte lügen!”
“Ich habe es in Zeitungen gesehen!”
“Die Zeitungen könnten lügen!”
Die einzige Möglichkeit, die dieser Mensch hat, ist sich ins Flugzeug zu setzen und nach New York zu fliegen.
Das Problem mit Gott ist, dass wir Gott nicht auf den Tisch legen können. Er ist unsichtbar! Aber nur weil etwas unsichtbar ist, heißt es nicht, dass es nicht existent ist. Wind ist auch unsichtbar! Doch wir sehen die Auswirkungen vom Wind. In der gleichen Weise braucht man Gott nicht physisch zu sehen, um an ihn zu glauben, denn wir sehen “die Auswirkungen” Gottes in unserer Welt. Sowohl in der Natur und besonders im Menschen selbst.

“I don't have to create a divide between the political, the scientific and the religious. For me, the beauty of God, of life, lies in that mysterious silence. It's not an easy place to be since there is very little certainty, but it is worth it.”
Danke für diesen ehrlichen Kommentar. Wie ich oben gesagt habe, werden wir nie 100%ige Sicherheit haben! Wir können eben nicht zu Gott fliegen, um ihn 100%ig zu bestätigen. Doch wir können genug erkennen, um darauf zu vertrauen, dass es wirklich wahr ist. Und nach dem Leben auf dieser Erde werden wir sehen auf was wir vertraut haben.

Zum Schluss möchte ich noch eines sagen: Der Glaube an sich ist etwas zutiefst persönliches! Das ist kein Wiederspruch, denn der Glaube an den lebendigen Gott bedeutet eine Beziehung mit diesem Gott zu haben. Dieser persönliche Glaube aber basiert auf der Gewissheit, dass Gott wirklich so ist wie er sich selbst in der Bibel offenbart hat. Sie sagt uns, dass wir uns gegen einen heiligen Gott aufgelehnt haben, indem wir andere Dinge angebetet haben als ihn. Doch Gott hat seinen Sohn auf die Erde gesandt, der für die Sünden dieser Welt gestorben und von den Toten auferstanden ist. Und im Glauben an ihn dürfen wir Vergebung von Sünden erfahren und wieder in Gemeinschaft mit Gott treten.

Dies wird aber niemand erkennen, wenn er nicht bereit ist die Bibel aufzuschlagen und Gott zu bitten sich einem persönlich zu offenbaren. Lasst uns also anfangen die Bibel selber zu lesen und dabei nicht aufhören zu denken.

Wenn jemand mit mir über den Post reden möchte, kann mich gerne per Mail/ Facebook/ Skype/ Facetime/ etc. kontaktieren. Ich freue mich auf jeden Fall auf jegliche Kommentare und hoffe, dass die Diskussion uns alle weiter bringt.


Gottes Segen im Nachdenken.