Mittwoch, 25. Februar 2015

Weitere Gedanken über die Glaubwürdigkeit der Bibel - Antworten auf Kommentare

Dieser Post ist eine Antwort auf einige Einwände zu meinen letzten Post vom 19.02.2015. Um die Disskussion und die Kommentare zu verstehen, ist es hilfreich meinen ersten Post vorher zu lesen. Die Kommentare sind in rot.

1. Kommentar:
"Wenn es laut Evolutionstheorie eigentlich keinen Sinn im oben dargestellten Sinne geben kann?" Die Evolutionstheorie soll auch gar keine Antwort auf den Sinn des Lebens geben sondern auf die Entstehung und Veränderung von Arten. Warum soll die Akzeptanz der zufälligen Erstehung der eigenen Person einen persönlichen Sinn des Lebens ausschließen? Die Wissenschaft entwickelt sich weiter und wo über Jahrtausende hinweg noch Blitze mit dem Donnergott erklärt wurden können wir heutzutage wissenschaftliche Antworten darauf geben, wie Blitze entstehen. Sollte die Menschheit lange genug existieren wird es bestimmt auch irgendwann eine Antwort drauf geben, wo die Marterie herkommt. Ich bin mir aber eben so sicher, dass es auch dann noch Leute geben wird, die sie anzweifeln und ihre(n) Koran, Bibel, Tora, Book of Mormon oder Regenbaum für die einzige Wahrheit halten. Mir ist keine Religion bekannt, die keinen Anspruch auf Absolutheit hat, allein deswegen muss man Religion (Dogmatismus) und Wissenschaft (ergebnisoffene Forschung) trennen.No offense”

“Die Wissenschaft entwickelt sich weiter und wo über Jahrtausende hinweg noch Blitze mit dem Donnergott erklärt wurden können wir heutzutage wissenschaftliche Antworten darauf geben, wie Blitze entstehen. “
Wenn Gott der Schöpfer dieser Welt ist, dann kommen auch die naturwissenschaftlichen Grundgesetze von Gott. Und diese physikalischen Gesetze können wir erforschen. In dem Sinne sind auch Blitze und andere naturwissenschaftliche Phänomäne von Gott geschaffen, denn Gott hat die physikalischen Gesetze geschaffen. Welchen Gedanken die Bibel aber nicht unterstützt ist, dass es irgendwo einen Donnergott gibt, der manchmal etwas grummelig ist und mit Blitzen um sich wirft.
Die Bibel ist auch überhaupt nicht gegen Wissenschaft oder das Denken allgemein. Es ist fantastisch was Menschen geleistet haben! Aber Menschen erforschen eben nur Geschaffenes und die von Gott eingesetzen physikalischen Gesetze. Anders ausgedrückt die Wisschenschaft arbeitet nur in dem von Gott geschaffenen Bereich, sie kann aber nicht den Ursprung erklären.

“Sollte die Menschheit lange genug existieren wird es bestimmt auch irgendwann eine Antwort drauf geben, wo die Marterie herkommt.”
Diese Annahme setzt eine Quelle oder Energie voraus, die nicht geschaffen ist. Wenn aber etwas nicht geschaffen ist, dann muss dieses “etwas” schon immer existent sein. Jemand kann einwänden, dieses “etwas” könnte ja auch irgendwann einfach so entstanden sein. Naja aber das setzt wieder eine neue Quelle voraus. Dieses Spiel könnte man dann, im warsten Sinne des Wortes, “bis in alle Ewigkeit spielen.” Die Bibel beschreibt Gott als jemanden, der von Ewigkeit her existiert hat und selber nicht geschaffen ist.

“Die Evolutionstheorie soll auch gar keine Antwort auf den Sinn des Lebens geben sondern auf die Entstehung und Veränderung von Arten. Warum soll die Akzeptanz der zufälligen Erstehung der eigenen Person einen persönlichen Sinn des Lebens ausschließen?”
Ich gebe dir Recht, dass theoretisch die zufällige Entstehung des Lebens einen persönlichen Sinn nicht zwingend ausschließt. Diese Theorie ist aber schon etwas weit hergeholt, denn wenn die Welt wirklich durch Zufall entstanden ist, dann kann die Quelle keinen Sinn oder Intelligenz haben. Wenn also die Quelle selber keine Intelligenz ist, keinen Sinn hat, sondern nur ein “Was-Auch-Immer” ist, wie kann dann der Mensch, das Produkt dieser Quelle nach Sinn fragen? Oder auch ein Gewissen haben? Ein Gefühl für richtig und falsch haben? Wenn aber jemand meint, dass diese Quelle vielleicht doch irgendwie intiligent ist, wie kann er dann noch sagen, dass die Welt durch Zufall entstanden ist? Da wir Menschen laut Evolutionstheorie nur das Produkt einer günstigen Verkettung von Umständen sind, kann es so etwas wie absolute Wahrheit nicht geben. Wenn aber tatsächlich alles relativ ist, so muss man dies zumindest ansatzweise in der Realität sehen können. Mit dem nächsten Beispiel möchte ich zeigen, dass aber jeder Mensch mit letztendlichen Wahrheiten lebt und danach handelt.
Es ist ganz offensichtlich, dass es in unserer Gesellschaft Meinungen gibt, die nicht relativ sind! Zum Beispiel wird folgende Meinung in Deutschland als unverrückbare Wahrheit angesehen: “Bestimmte Menschen haben Millionen von Menschen nur aufgrund von ihrer Herkunft umgebracht. Das war falsch und abscheulich. So etwas kann nicht toleriert werden. Das Menschenleben muss geschützt werden!” Ich stehe voll hinter dieser Aussage, und ich hoffe das keiner der diesen Eintrag liest diese Meinung in irgendeiner Weise relativiert!!!
Ich weiß aber nicht wie jemand schlüssig argumentieren kann, dass es eine letztendlich bindende Wahrheit gibt, wenn es keine Wahrheit gibt. Die Tatsache aber das jeder Mensch genau das macht, ist der Beweis dafür das es soetwas wie ein letztendliches “wahr und falsch”, “gerecht und ungerecht”, eben einen letztendlichen Sinn tatsächlich gibt. Einen letztendlichen objektiven Sinn schließt die Evolutionstheorie aber aus.

“Ich bin mir aber eben so sicher, dass es auch dann noch Leute geben wird, die sie [die Evolutionstheorie] anzweifeln und ihre(n) Koran, Bibel, Tora, Book of Mormon oder Regenbaum für die einzige Wahrheit halten. Mir ist keine Religion bekannt, die keinen Anspruch auf Absolutheit hat, allein deswegen muss man Religion (Dogmatismus) und Wissenschaft (ergebnisoffene Forschung) trennen.”
Die Wissenschaft kann in der Hinsicht ergebnisoffen forschen, wo sie durch Beobachtungen und Versuchen eine Antwort findet. Allerdings passt das für die Evolutionstheorie nicht, denn dort wird mit einer Annahme gearbeitet, die Gott als einen Schöpfer von vornherein ausschließt. Wenn man aber Gott von vornherein ausschließt, wird man zwangsläufig immer nur Antworten bekommen, die Gott ausschließen. Das ist nicht mehr ergebnisoffen.

"No offense"
Ich finde es erstaunlich, dass die Bibel und der christliche Glaube sich nicht verstecken muss. Wenn es die Wahrheit ist, dann muss sie sich in der Realität beweisen. Und das tut sie. Von daher sind auch kritische Fragen immer willkommen.


2. Kommentar
“I don't think any sphere of our existence can be absolutely divided. Many religious works, including the Bible, are in some sense political documents. In history we see many cases where science was used to prove political points (as an African we are very aware of "scientific" arguments that were used to justify immoral colonialism).
As someone of strong Christian background, I try to follow the most important biblical figure's example - that of Jesus' reconciliation. And I also believe that there is a lot we know in science. And one of those things are that things do evolve, and it is very unlikely that the earth was created in 6 days. But at the same time there is a lot we do not know. Is the universe expanding or is it diminishing? These are open debates among scientists today and it will go on for quite some time.

I don't have to create a divide between the political, the scientific and the religious. For me, the beauty of God, of life, lies in that mysterious silence. It's not an easy place to be since there is very little certainty, but it is worth it.”

"Many religious works, including the Bible, are in some sense political documents."
Die Bibel ist nicht deshalb ein politisches Dokument, weil Menschen die Bibel gebraucht haben, um damit politische Meinungen zu rechtfertigen. Christen werden in der Bibel nicht aufgefordert, einen auf christlichen Werten gegründeten Staat zu erschaffen, der dann das jetztigen Staatssystem abschafft. Im Gegenteil sie sollen sich der Regierung unterordnen, solange das Gesetz nicht etwas fordert oder verbietet was im klaren Widerspruch zur Bibel steht (Bibelstellen dazu sind folgende: Apostelgeschichte 4:19b; Römer 13:1-2; 1. Timotheus 2:1-4;  1. Petrus 2,13-17). Die Bibelstellen werden umso mehr bedeutsam, wenn man bedankt das sie teilweise an verfolgte Christen geschrieben wurden!

"As someone of strong Christian background, I try to follow the most important biblical figure's example - that of Jesus' reconciliation."
Jesus war wirklich eine herausragende moralische Instanz. Doch seine Mission war nicht die moralische Revolution. Paulus schreibt: “Glaubwürdig ist das Word und aller Annahme wert, dass Christus Jesus in die Welt gekommen ist, um Sünder zu retten, von denen ich der größte bin.” (1. Tim. 1:15). Jesus hat auch nicht jede Meinung als relativ angesehen. Zum Beispiel als Menschen bewusst das Haus seines himmlischen Vaters (den Tempel) verunreinigt haben, hat er diese Menschen hinausgetrieben (Mat. 21,12-13).
Ich stimme dir aber voll und ganz zu wenn du folgendes damit meinst: Jesus Christus hat durch Tod und Auferstehung die Möglichkeit geschaffen, dass alle Menschen wieder in eine Gemeinschaft mit ihrem Schöpfer treten können. Und dadurch, dass sie wieder in Gemeinschaft mit ihrem Schöpfer sind, können sie sich nun auch gegenseitig vergeben.

"And I also believe that there is a lot we know in science. And one of those things are that things do evolve, and it is very unlikely that the earth was created in 6 days. But at the same time there is a lot we do not know. Is the universe expanding or is it diminishing? These are open debates among scientists today and it will go on for quite some time."
Es gibt viele Fragen, auf die ich keine Antwort habe. Was ist mit den Dinos? Wie kann es sein, dass Wissenschaftler das Alter der Erde auf Milliarden von Jahren bestimmen? Es gibt aber durchaus Wissenschaftler, die mit der Annahme arbeiten, dass die Welt von Gott in 6 Tagen erschaffen wurde. Sie kommen zu anderen Antworten als die Wissenschaftler, die von vornherein Gott ausschließen.
Aber wir brauchen nicht 100% Sicherheit, um gewiss sein zu können! Es gibt vieles in dieser Welt über die ich keine 100% Sicherheit habe aber trotzdem gewiss bin. Wir brauchen ausreichende Sicherheit, um gewiss sein zu können. An einem banalen Beispiel mag dies deutlich werden:
Jemand fragt eine Person, die noch nie in New York war: “Glaubst du an die Existenz von New York?”
“Ja, klar!!”
“Warst du schon einmal da?”
“Nein?!”
“Wie kannst du dann daran glauben?”
“Mein Bruder schonmal da!”
“Dein Bruder könnte lügen!”
“Ich habe es in Zeitungen gesehen!”
“Die Zeitungen könnten lügen!”
Die einzige Möglichkeit, die dieser Mensch hat, ist sich ins Flugzeug zu setzen und nach New York zu fliegen.
Das Problem mit Gott ist, dass wir Gott nicht auf den Tisch legen können. Er ist unsichtbar! Aber nur weil etwas unsichtbar ist, heißt es nicht, dass es nicht existent ist. Wind ist auch unsichtbar! Doch wir sehen die Auswirkungen vom Wind. In der gleichen Weise braucht man Gott nicht physisch zu sehen, um an ihn zu glauben, denn wir sehen “die Auswirkungen” Gottes in unserer Welt. Sowohl in der Natur und besonders im Menschen selbst.

“I don't have to create a divide between the political, the scientific and the religious. For me, the beauty of God, of life, lies in that mysterious silence. It's not an easy place to be since there is very little certainty, but it is worth it.”
Danke für diesen ehrlichen Kommentar. Wie ich oben gesagt habe, werden wir nie 100%ige Sicherheit haben! Wir können eben nicht zu Gott fliegen, um ihn 100%ig zu bestätigen. Doch wir können genug erkennen, um darauf zu vertrauen, dass es wirklich wahr ist. Und nach dem Leben auf dieser Erde werden wir sehen auf was wir vertraut haben.

Zum Schluss möchte ich noch eines sagen: Der Glaube an sich ist etwas zutiefst persönliches! Das ist kein Wiederspruch, denn der Glaube an den lebendigen Gott bedeutet eine Beziehung mit diesem Gott zu haben. Dieser persönliche Glaube aber basiert auf der Gewissheit, dass Gott wirklich so ist wie er sich selbst in der Bibel offenbart hat. Sie sagt uns, dass wir uns gegen einen heiligen Gott aufgelehnt haben, indem wir andere Dinge angebetet haben als ihn. Doch Gott hat seinen Sohn auf die Erde gesandt, der für die Sünden dieser Welt gestorben und von den Toten auferstanden ist. Und im Glauben an ihn dürfen wir Vergebung von Sünden erfahren und wieder in Gemeinschaft mit Gott treten.

Dies wird aber niemand erkennen, wenn er nicht bereit ist die Bibel aufzuschlagen und Gott zu bitten sich einem persönlich zu offenbaren. Lasst uns also anfangen die Bibel selber zu lesen und dabei nicht aufhören zu denken.

Wenn jemand mit mir über den Post reden möchte, kann mich gerne per Mail/ Facebook/ Skype/ Facetime/ etc. kontaktieren. Ich freue mich auf jeden Fall auf jegliche Kommentare und hoffe, dass die Diskussion uns alle weiter bringt.


Gottes Segen im Nachdenken.

Donnerstag, 19. Februar 2015

"Glaubst du tatsächlich an den biblischen Schöpfungsbericht?" Warum der Glaube an einen Schöpfer nicht absurd ist!

Es kann nur eines wahr sein, entweder die Bibel oder die Evolutionstheorie! Es kann nicht beides wahr sein! In diesem Post möchte ich Gründe aufzeigen, warum der Glaube an den biblischen Schöpfergott nicht absurd ist.

Die Bibel berichtet:
1. Mose 1-2,3:
1Im Anfang schuf Gott den Himmel und die Erde.2Und die Erde war wüst und leer, und es lag Finsternis auf der Tiefe, und der Geist Gottes schwebte über den Wassern.
3Und Gott sprach: Es werde Licht! Und es ward Licht. 4Und Gott sah, daß das Licht gut war; da schied Gott das Licht von der Finsternis; 5und Gott nannte das Licht Tag, und die Finsternis Nacht. Und es ward Abend, und es ward Morgen: der erste Tag. 
6Und Gott sprach: Es soll eine Feste entstehen inmitten der Wasser, die bilde eine Scheidewand zwischen den Gewässern! 7Und Gott machte die Feste und schied das Wasser unter der Feste von dem Wasser über der Feste, daß es so ward. 8Und Gott nannte die Feste Himmel. Und es ward Abend, und es ward Morgen: der zweite Tag. 
9Und Gott sprach: Es sammle sich das Wasser unter dem Himmel an einen Ort, daß man das Trockene sehe! Und es geschah also. 10Und Gott nannte das Trockene Land; aber die Sammlung der Wasser nannte er Meer. Und Gott sah, daß es gut war. 11Und Gott sprach: Es lasse die Erde grünes Gras sprossen und Gewächs, das Samen trägt, fruchtbare Bäume, deren jeder seine besondere Art Früchte bringt, in welcher ihr Same sei auf Erden! Und es geschah also. 12Und die Erde brachte hervor Gras und Gewächs, das Samen trägt nach seiner Art, und Bäume, welche Früchte bringen, in welchen ihr Same ist nach ihrer Art. Und Gott sah, daß es gut war. 13Und es ward Abend, und es ward Morgen: der dritte Tag. 
14Und Gott sprach: Es seien Lichter an der Himmelsfeste, zur Unterscheidung von Tag und Nacht, die sollen zur Bestimmung der Zeiten und der Tage und Jahre dienen, 15und zu Leuchtern an der Himmelsfeste, daß sie die Erde beleuchten! Und es geschah also. 16Und Gott machte die zwei großen Lichter, das große Licht zur Beherrschung des Tages und das kleinere Licht zur Beherrschung der Nacht; dazu die Sterne. 17Und Gott setzte sie an die Himmelsfeste, damit sie die Erde beleuchteten 18und den Tag und die Nacht beherrschten und Licht und Finsternis unterschieden. Und Gott sah, daß es gut war. 19Und es ward Abend, und es ward Morgen: der vierte Tag. 
20Und Gott sprach: Das Wasser soll wimmeln von einer Fülle lebendiger Wesen, und es sollen Vögel fliegen über die Erde, an der Himmelsfeste dahin! 21Und Gott schuf die großen Fische und alles, was da lebt und webt, wovon das Wasser wimmelt, nach ihren Gattungen, dazu allerlei Vögel nach ihren Gattungen. Und Gott sah, daß es gut war. 22Und Gott segnete sie und sprach: Seid fruchtbar und mehret euch und füllet das Wasser im Meere, und das Geflügel mehre sich auf Erden! 23Und es ward Abend, und es ward Morgen: der fünfte Tag. 
24Und Gott sprach: Die Erde bringe hervor lebendige Wesen nach ihrer Art, Vieh, Gewürm und Tiere des Feldes nach ihrer Art! Und es geschah also. 25Und Gott machte die Tiere des Feldes nach ihrer Art und das Vieh nach seiner Art. Und Gott sah, daß es gut war. 
26Und Gott sprach: Wir wollen Menschen machen nach unserm Bild uns ähnlich; die sollen herrschen über die Fische im Meer und über die Vögel des Himmels und über das Vieh auf der ganzen Erde, auch über alles, was auf Erden kriecht! 27Und Gott schuf den Menschen ihm zum Bilde, zum Bilde Gottes schuf er ihn; männlich und weiblich schuf er sie. 28Und Gott segnete sie und sprach zu ihnen: Seid fruchtbar und mehret euch und füllet die Erde und machet sie euch untertan und herrschet über die Fische im Meer und über die Vögel des Himmels und über alles Lebendige, was auf Erden kriecht! 
29Und Gott sprach: Siehe, ich habe euch alles Gewächs auf Erden gegeben, das Samen trägt, auch alle Bäume, an welchen Früchte sind, die Samen tragen; sie sollen euch zur Nahrung dienen; 30aber allen Tieren der Erde und allen Vögeln des Himmels und allem, was auf Erden kriecht, allem, was eine lebendige Seele hat, habe ich alles grüne Kraut zur Nahrung gegeben. Und es geschah also. 
31Und Gott sah an alles, was er gemacht hatte, und siehe, es war sehr gut. Und es ward Abend, und es ward Morgen: der sechste Tag. 
(Ch. 2) 1Also waren Himmel und Erde vollendet samt ihrem ganzen Heer, 2so daß Gott am siebenten Tage sein Werk vollendet hatte, das er gemacht; und er ruhte am siebenten Tage von allen seinen Werken, die er gemacht hatte. 3Und Gott segnete den siebenten Tag und heiligte ihn, denn an demselbigen ruhte er von all seinem Werk, das Gott schuf, als er es machte.
Genesis 1:1-2:3 SCHL

In Deutschland und in Europa allgemein sieht die bereite Öffentlichkeit diese Frage schon als beantwortet. Die Welt ist durch die Evolution entstanden! Wenn man öffentlich in einem Gespräch zu diesem Thema Stellung nimmt und sagt das die Welt entstanden ist, wie es 1. Mose beschreibt, so schütteln die meisten ungläubig den Kopf. "Kann er das wirklich ernst meinen? Außerdem ist die Evolutionstheorie doch bewiesen!" Ist die Evolutionstheorie wirklich bewiesen? Nun ich bin kein Biologe, Physiker oder Chemiker und daher werde ich nicht in eine Diskussion einsteigen können, die sich in diese Felder vertieft. Aber ich bin Christ, der zur Unfehlbarkeit der Bibel steht. Was also habe ich auf ein fast mittleidiges, entsetztes Kopfschütteln von Menschen zu entgegnen?

Zunächst denke ich, ist es wichtig festzustellen, dass es einen ganz gravierenden Unterschied zwischen toter und lebendiger Materie gibt. Beantwortet man diese Frage mit "ja", so stellt sich unausweichlich die Frage woher denn dieses Leben kommt? Wie konnte also aus nichtlebender Materie lebende Materie entstehen?  Aber selbst wenn man einen solchen Prozess nachstellen könnte, woher kommt dann die tote Materie? Würde diese Welt so funktionieren, dass hier und da einfach aus dem Nichts ein neuer Stein auftaucht oder wenn man aus toter Materie einen lebenden Organismus züchten könnte ...... ja, dann würde die Evolutionstheorie eventuell Sinn machen.

Die Evolutionstheorie muss also auf die folgende Frage antworten: "Woher kommt Materie?" und "Wie kann tote Materie lebendig werden?" Darauf gibt es keine Antworten.

Ich höre schon manche verteidigend rufen: "Jaaaaa, aber du bringst immer Gott ins Spiel, du machst es dir schön einfach!" Ich weiß nicht ob es einfacher ist, aber was bis hierher klar sein sollte ist, dass weder der biblische Schöpfungsbericht noch die Evolution mathematische Gleichungen sind. Christen glauben, dass Gott die Welt in sechs Tagen erschaffen hat und am siebten Tag geruht hat. Evolutionstheoretiker glauben, dass etwas aus dem Nichts entstehen und dass aus toter Materie lebendige Materie kommen kann. Beide "Theorien" (die gleichzeitig auch immer Weltanschauungen sind, denn sie beschreiben woher der Mensch kommt und wohin er geht) scheinen zunächst gleicherweise einen Glauben zu erfordern, der absurd und lächerlich ist. Ich möchte aber einige Gründe aufzeigen warum, der Glaube an die Bibel nicht lächerlich und absurd ist und eine weitere Frage aufwerfen, die die Evolutionstheorie nicht ausreichend beantworten kann. Ich hoffe und bete, dass jemand der an Jesus Christus glaubt, dadurch in seinem Glauben an den lebendigen Gott gestärkt wird und jemand der nicht glaubt anfängt den lebendigen Gott zu suchen.

Du bist vielleicht jemand dem es eigentlich ziemlich egal ist, woher der Mensch kommt. Man lebt halt, einem geht es nicht all zu schlecht und da eine solche Diskussion nicht wie eine mathematische Gleichung bewiesen werden kann, scheut man diese lieber ganz. Diesem Menschen und jedem der tatsächlich an der Evolutionstheorie festhält sei gesagt: Du darfst ab sofort nicht mehr so über das Leben reden, als gäbe es einen Sinn in diesem Leben! Du bist nur ein etwas höher entwickeltes Tier, dass durch eine Kette günstiger Zufälle auf diesem Planeten lebt. Jemand mag einwenden der Sinn des Menschen bestehe darin, die Welt zu erhalten und sich fortzupflanzen! Das ist eine völlig unlogische Schlussfolgerung! Es ist völlig irrelevant ob der Mensch nun lebt oder nicht, ob es diese Welt gibt oder nicht! Es ist auch völlig irrelevant, das du lebst. Das du lebst war nur eine Verkettung günstiger Umstände. Komischer Weise aber fragt jeder Mensch nach einem Sinn im Leben! Und jeder baut sich seinen eigenen Sinn zusammen. Warum ist ein Mensch so traurig, wenn ihn seine Geliebte oder sein Geliebter verlässt? Warum bricht es das Herz der Eltern, wenn die Kinder auf eine schiefe Bahn gelangen? Warum macht es Menschen so glücklich ein Zalandopacket zu bekommen (zumindest sagt die Werbung das). Ich meine das mit dem Zalandopacket ziemlich ernst! Die Vorfreude auf ein paar neue Schuhe können einem Menschen für ein paar Tage Sinn im Leben geben.

Warum aber fragt und sucht der Mensch überhaupt nach dem Sinn im Leben, wenn es laut Evolutionstheorie eigentlich keinen Sinn im oben dargestellten Sinne geben kann?

Die Bibel gibt Antworten auf diese Frage. Die Bible sagt, dass wir Menschen im Bilde Gottes geschaffen wurde (1. Mose 1:27) und als solche waren wir geschaffen um diesen Gott anzubeten. Doch in 1. Mose 3 wird uns von dem Sündenfall berichtet, der den Menschen von dem heiligen Schöpfer-Gott getrennt hat. Die Beziehung zu Gott war zerbrochen, doch der Mensch als "Bildträger" des lebendigen Gottes ist immer noch ein Anbeter. Allerdings ist das Objekt das er nun anbetet durch die Sünde entstellt. In Römer 1,22-26 steht: "Da sie sich für weise hielten, sind sie zu Narren geworden und haben die Herrlichkeit des unvergänglichen Gottes vertauscht mit einem Bild, das dem vergänglichen Menschen, den Vögeln und vierfüßigen und kriechenden Tieren gleicht. Darum hat sie Gott auch dahingegen in die Begierden ihrer Herzen, zur Unreinheit, so dass sie ihre eigenen Leiber untereinander entehren, sie, welche die Wahrheit Gottes mit der Lüge vertauschten und dem Geschöpf Ehre und Gottesdienst erwiesen anstatt dem Schöpfer, der gelobt ist in Ewigkeit. Amen!"
Das Objekt der Anbetung, so die Bibel, ist nun nicht länger Gott sondern irdische Dinge. Ja wir (in der westlichen Welt) fallen nicht mehr vor Staturen nieder. An dessen Stelle sind fortgeschrittenere Objekte getreten, wie zum Beispiel Familie, der Job, das Geld, das Auto, die Kinder etc. Wir fallen vor ihnen nieder in der Hoffnung, dass sie uns Sinn im Leben geben! Timothy Keller bringt es in einer Predigt gut auf den Punkt, in dem er über westliche Götzen (Karriere, Aussehen, Familie, etc.) sagt: "Wenn du sie nicht erreichst, werden sie dir nie vergeben, und wenn du sie erreichst, wirst du niemals zufrieden sein." Ist der Job schlecht, ist Geld schlecht, ist ein Auto schlecht,...? Nein! Das Problem ist, dass wir diese guten Dinge zu Göttern gemacht haben und unseren Schöpfer nicht mehr ehren.

Wenn es nun einen Gott gibt und er Schöpfer ist, dann sind wir ihm gegenüber verantwortlich. Doch wir Menschen haben ganz offensichtlich anstelle unseres Schöpfers andere Götzen gestellt. Die Bibel beschreibt kurz gesagt, wie Gott seine geliebten Geschöpfe wieder in eine Beziehung mit ihm bringt. Jeder Mensch der von Adam abstammt steht unter dem Fluch der Sünde und muss sich  für seinen Götzendienst vor Gott verantworten. Wir Menschen haben uns gegen unseren heiligen Schöpfer aufgelehnt und wollen selber Schöpfer sein. Die Bibel ist eindeutig, wenn sie über die Auswirkungen meiner persönlichen Sünde spricht: "Denn der Lohn der Sünde ist der Tod." Römer 6,23a. Nein, damit ist nicht der physische Tod gemeint. Sondern die Trennung von Gott und die Tatsache, dass jeder Sünder nach dem irdischen Tod in die Hölle gehen wird.
Von mir aus gäbe es keine Möglichkeit diesem Schicksal zu entfliehen... Ich bin ein Sünder und habe meinen Schöpfer verachtet, indem ich selber Schöpfer sein wollte. Ich habe mir Götzen gebaut und bin vor ihnen niedergefallen, anstatt vor dem lebendigen Gott. Doch Jesus Christus, der Sohn Gottes, ist auf diese Erde gekommen, um für die Sünden dieser Welt zu sterben und Rebellen wie mir und dir die Sünden zu vergeben. Und er ist auferstanden und lebt und ruft dir zu dieses Geschenk im Glauben an ihn anzunehmen. Der ganze Vers aus Römer 6:23 lautet: "Denn der Lohn der Sünde ist der Tod; aber die Gnadengabe Gottes ist das ewige Leben in Christus Jesus, unserem Herrn." 
Ja durch Jesus Christus bin ich frei von jeder Sünde die mich von meinem Schöpfer trennt. Und er hat mich gerecht gesprochen, ja er hat auch meine Sünden am Kreuz getragen die ich im Laufe meines Lebens noch tun werde. Ich darf wieder eine Beziehung zu ihm haben. Dann kann ich wieder den einzig wahren Gott anbeten, der zuvor durch meine Sünde von mir unüberbrückbar getrennt war. Es ist etwas Einzigartiges ein Anbeter Gottes zu sein, in der Gewissheit, dass mich Gott liebt, mich durch Jesus Christus gerecht gesprochen hat und mich niemals mehr verstoßen wird. Nur in Jesus Christus gibt es Vergebung und nur in der Beziehung zu ihm findet der Mensch echte Ruhe für sein Herz. Und dann werden die ehemaligen Götzen zu guten Dingen im Leben, die ich in Dankbarkeit gegenüber Gott genießen darf. Eine Warnung ist hier angebracht: Du wirst dort aber niemals ankommen, wenn du nicht bereit bist anzuerkennen, dass es einen Gott gibt, der diese Welt geschaffen hat und dich unter diese fremde Autorität stellst.

Darf ich dich ermutigen, dich auf den Weg zu machen, Wahrheit zu erkennen? Es kann nur eine Wahrheit geben und du musst dich entscheiden. Aber auch deine "Nicht-Entscheidung" ist eine Entscheidung gegen Gott. Bedenke aber die Auswirkungen, die diese Entscheidung gegen Gott beinhaltet.
Wenn du aber in deinem Herz Wahrheit erkennen willst, so rufe den Gott der Bibel an, der dir antworten wird!  In Matthäus 7,7-11 steht: "7Bittet, so wird euch gegeben; suchet, so werdet ihr finden; klopfet an, so wird euch aufgetan!8Denn jeder, der bittet, empfängt; und wer sucht, der findet; und wer anklopft, dem wird aufgetan.9Oder ist unter euch ein Mensch, der, wenn sein Sohn ihn um Brot bittet, ihm einen Stein gäbe,10oder, wenn er um einen Fisch bittet, er ihm eine Schlange gäbe?11Wenn nun ihr, die ihr böse seid, euren Kindern gute Gaben zu geben versteht, wieviel mehr wird euer Vater im Himmel denen Gutes geben, die ihn bitten!"
Und Paulus beschreibt Gott als jemanden der "will [wünscht] das alle Menschen gerettet werden und zur Erkenntnis der Wahrheit gelangen." (1. Timotheus 2:4). 
Gott wird sich dir offenbaren, wenn du ihn suchst, das hat er versprochen! Aber Gott ist kein esoterisches Selbstfindungskonzept, sondern Gott hat sich in der Bibel ganz konkret offenbart. Und genau dahin musst du dich wenden, wenn du den Schöpfer dieser Welt kennen lernen willst.

Ich möchte gerne noch auf meine Heimatgemeinde in Warendorf hinweisen. Wenn du aus Warendorf oder Umgebung kommst und du mehr über den biblischen christlichen Glauben erfahren willst, dann besuche doch dort einmal einen Gottesdienst. Der Gottesdienst findet jeden Sonntag um 11 Uhr in der Freie Kirchengemeinde Warendorf (Südstraße 14; 48231 Warendorf)  statt.

Über Feedback, Kommentare, Fragen, Anmerkungen etc. würde ich mich sehr freuen.

Gottes Segen im Nachdenken.