Mittwoch, 2. September 2015

Wann ist ein Mensch ein Mensch? - (Teil 1)

Meine erste Demonstration:


„Defund Planned Parenthood!“ Am 22. August war ich einer von Tausend, die vor 300 Planned Parenthood Gebäuden in ganz Amerika protestiert haben. Hintergrund sind verdeckte Aufnahmen einer Anti-Abtreibungsorganisation mit hochrangingen Planned Parenthood Mitarbeitern über den „Verkauf“ von Organen von Embryos. (http://www.centerformedicalprogress.org/cmp/investigative-footage/). Beim Mittagessen erklärt eine Mitarbeiterin beispielsweise wie sie eine Abtreibung in der Art und Weise durchführt, dass die Organe des Embryos möglichst intakt bleiben.
Natürlich ist eine Abtreibung völlig rechtens, wenn das Baby keine schützenswerter Mensch ist, sondern nur etwas Zellmaterial. Doch wer sagt was ein schützenswertes Leben ist? Wann ist ein Mensch ein Mensch? Warum ist ein Mensch überhaupt schützenswert? Ist er schützenswert, weil das Gesetz es sagt? Was ist wenn ein anderes Gesetz etwas anderes sagt? Wer sagt, dass der Artikel 1 unseres Grundgesetzes richtig ist? Wer sagt überhaupt was richtig und falsch ist?

Gott, der den Menschen in seinem Bilde geschaffen hat, sagt was richtig und falsch ist. Die Würde des Menschen gründet sich ganz fundamental im biblischen Schöpfungsbericht    1. Mose 1:27 „Und Gott schuf den Menschen in seinem Bild, im Bild Gottes schuf er ihn; als Mann und Frau schuf er sie.“

Ich hatte in meinem letzten Blog argumentiert, dass wenn die Evolutionstheorie wahr sein sollte alles relativ ist, da es keine letztendliche Autorität gibt. Doch die Tatsache, dass jeder Mensch nach etwas strebt und einen Sinn für richtig und falsch hat (wenn auch oftmals krumm und verdreht) ist ein Beweis für die Realität Gottes.

Ein Kommentar darauf war folgender:
„Verhaltensregeln sind von Menschen geschaffene Konstrukte: Es ist nicht die Frage was „wahr“ ist, sondern was „ethisch wünschenswert“ ist. Und genau das müssen Menschen in der Gesellschaft erforschen und diskutieren.“

Doch der Kommentar offenbart genau das was ich gesagt habe. Was ist „ethisch wünschenswert“? Wer legt fest was „ethisch wünschenswert“ ist? Darf jeder Mensch in einer relativistischen Weise definieren was „ethisch wünschenswert“ ist? Was ist, wenn das ethische Ideal des einen Menschen nicht das ethische Ideal des anderen Menschen ist?  Woher kommt aber genau dieser Drang in uns Menschen nach einem gewissen Ideal zu streben, nach einem ethisch wünschenswert, nach einer gewissen Wahrheit? Setzt ein ethisch wünschenswert nicht ein Ideal (eine Wahrheit) voraus die wir anstreben? 

Sollte es aber so sein, dass es so etwas wie einen letzten Sinn oder ein objektives Richtig und Falsch nicht gibt (und auch kein „ethisch wünschenswert“ oder „ethisch nicht wünschenswert“) dann können wir keine absoluten Aussagen mehr treffen. Jeder der Gott als Schöpfer ablehnt, darf folgendes nicht mehr sagen: “Was Hitler getan hat war falsch!” Er kann sagen “Für mich persönlich war das, was Hitler getan hat falsch.” Wie können wir aber so intolerant sein und einen Nazi zurechtweisen der sagt: “Was Hitler getan hat war richtig!” Auf welcher Grundlage?

Was hat all das mit Abtreibung zu tun? Eine Menge.

Ist ein Embryo kein Mensch, wird nur ein bisschen Gewebe entfernt. Ist er ein Mensch, ist es Mord. So hängt also die Frage „Ist Abtreibung Mord oder nicht?“ davon ab, wen wir in den Begriff „Mensch“ einschließen. Wer aber sagt, wann ein Mensch ein Mensch ist. Das Gesetz? Professoren? Politiker? Die Mehrheit? Jeder Mensch individuell? Biologen? Theologen?

Ich sage es ist Gott, der seine Gedanken in der Bibel offenbart hat.